26. November 2010

Öffnung über Fläche - Kurzinfo unvollständig

Die Kurzinfos weis sicherlich jeder Revit Anwender zu schätzen. Diese erscheinen wenn man mit den Cursor auf einem Ribbon Befehl verweilt. Zum Teil sind diese auch animiert, liefern aber gerade den Anfängern unter uns wertvolle Hilfe.
In dem Befehl Öffnung über Fläche hat sich in der 2011er Version eine Ungenauigkeit eingeschlichen. Die Kurzinfo gibt an, das dieser Befehle nur in Decken und Dächern funktioniert. Das ist so nicht richtig. Dieser Befehl funktioniert auch in Balken und Stützen. Das Ribbonbild sagt an dieser Stelle mehr als die Kurzinfo.


Dieser Fehler in der Kurzinfo ist Autodesk bekannt, wird aber erst in der 2012er Version behoben sein.

25. November 2010

Revit Apps - Family Loader

Einer der täglichen Arbeiten die viele Klicks erfordern, ist das Laden von Familien. Genau hier setzt das Tool an das ich euch heute vorstellen möchte.
Der Family Loader von RevitApps erleichtert die Arbeit ganz wesentlich. Das Tool steht hier zum Download.
http://revitapp.com/easy_family_loader.html
Zusätzlich gibt es auf der Seite ein kleines Video, allerdings in Englisch.
Wie ein Tool in Revit installiert wird, habe ich hier erklärt.
Das Tool zeigt sich in der Ribbon Leiste als RevitApp.com.




Als erstes sollte man unter den Einstellungen (Settings), den Pfad zu seinen Revit Familien einstellen.


Damit sind schon alle Einstellungen erledigt. Über die Loader Schaltfläche kann man nun seine Familien mit einem Klick laden.


Das Fenster bietet uns auf der Linken Seite die Ordnerstruktur unseres Pfades an. In der rechten Hälfte werden die Familien angezeigt, die zuvor im Linken markiert wurden. Die Größe der Vorschau kann am unteren rechten Rand eingestellt werden. Für beide Fenster stehen weitere Markierungs Hilfen zur Verfügung.
Über Load wird dann die markierte Familie(n) geladen. Am oberen Rand lässt sich die Auswahl über Filter einschränken. Im Feld Folder wird der Linke Teil gefiltert. Dies funktioniert sehr gut in Echtzeit. Im rechten Feld File funktioniert dies ebenso, allerdings ist die Performance hier deutlich langsamer. Bitte beachtet das die Tests über ein Netzlaufwerk liefen. Lokale Pfade sollten hier deutlich schneller sein.
Viel Spaß bei diesem Tool.

19. November 2010

Tutorial - Plankopf

Die Planrand bzw. Plankopf Erstellung erschließt sich nicht sofort jedem Anwender in Revit. Hierbei wird man mit Begriffen wie Projektparameter und Familienparameter konfrontiert. Gerade aber Planköpfe bestimmen maßgeblich das Endprodukt beim Kunden. Deshalb sollte jeder Anwender die Erstellung von Planköpfen beherrschen. In dem Tutorial erläutern wir für den Revit Anfänger in allen Schritten die Erstellung eines Planrandes mit Plankopf. Zusätzlich haben wir für die ganz Eiligen die Erstellung mit Hilfe einer DWG Datei erläutert. Zusätzlicher Bonus unserer Plankopffamilie ist, das diese Parametrisch ist. Ihr habt also in einer Familie alle Formate von A2 bis A04(A0+4x verlängert).
Gegenüber dem Autodesk Beispiel haben wir ein etwas neutraleren Plankopf entworfen, den ihr auch direkt verwenden könnt.


Das Tutorial und die Revit Familien gibt es hier zu Download:
Das Tutorial wurde von einem unserer Mitarbeiter(in) im Rahmen unserer IN-House Schulung erstellt.

Vasari - Metrische Vorlagen

Projekt Vasari ist noch sehr neu. Leider hat Autodesk in dieser Version noch keine Metrischen Vorlagen zur Verfügung gestellt. Das ist gerade für den DACH Raum ein Nachteil.
David Light hat dies auf seinem Blog Revit - Everything Autodesk Revit & BIM nachgeholt.
Die Metrischen Templates gibt es hier zum Download:
Project-Vasari metric-templates
Auf dieser Seite gibt er ein paar wichtige Hinweise zum umstellen auf seine Metrischen Templates:
Project-vasari-no-metric-templates

18. November 2010

Revit auf dem iPAD/iPhone

Das iPhone oder das iPAD entwickelt sich immer mehr zu einem Werkzeug, dass man durchaus auch im täglichen gebraucht des Bauwesens benutzen kann. Sei es bei der Anwendung von AutoCAD WS (einem DWG Tool für das iPAD) oder Datenverwaltungstools, bei den man immer seine kompletten aktuellesten Pläne mit dabei hat.

Eine weitere sehr nützliche App (Applikation) ist die goBIM. Ein BIM-Viewer mit dem man seine Building Information Modelling Projekte von Rhino oder Autodesk Revit Produkten (Architecture, Structure, MEP) auf das iPAD/iPhone spielen kann.

Aus Revit heraus wird hierbei ein .gbm-File exportiert das man dann auf einen frei auswählbaren FTP-Server legt und dies wiederum von der App angezeigt werden kann.

Nähere Informationen zur Installation, Einrichtung und Erstellung der Übergabe finden Sie hier.

15. November 2010

Project Vasari Online

Wie ich schon am Freitag berichtet habe, plant Autodesk anscheinend ein Revit Light. Für alle Neugierige steht der Download in den Autodesk Labs nun weltweit zur Verfügung. Ein Konto bei Autodesk ist notwendig.
Gleichzeitig geht Autodesk neue Wege bei der Installation. Angeboten werden eine Portable Version und Installed Version. Letztlich unterscheiden sich beide nicht. Beide beruhen auf der Spoon Virtualization. Hiermit ist es möglich Applikationen ohne Installation zu nutzen. Die Software läuft in einem virtuellen Container, mit kontrolliertem Zugriff auf das Betriebssystem.


Weitere Info's zur Software gibt es demnächst.

13. November 2010

Revit Hardware - Grafikkarte

Heute nun Teil 2 der Serie über Revit Hardware. Für diejenigen die Teil 1 verpasst haben hier der Link: Revit Hardware Teil 1.
Einer der wohl kompliziertesten Themen ist die der Grafikkarte. Hier ist die Auswahl riesig, und die Vorgaben von Autodesk lassen hier fast alles zu. Als erste Anlaufstelle sollte die Graphics Hardware List auf der Autodeskseite dienen. Hier kann man sich über die von Autodesk getesteten Grafikkarten informieren. Diese Tests wurden allerdings erst mit Version 2011 eingeführt.
Die Auswahl wird eigentlich auf zwei Hersteller eingegrenzt. Es bleiben nur ATI oder NVIDIA Karten übrig. Die erste Frage die man sich stellen sollte, nehme ich eine Consumer Karte (Radeon oder Geforce) oder gehe ich gleich zu den Profi Karten im CAD Bereich (Fire GL oder Quadro). Ich möchte diese Diskussion hier aus meiner Sicht abkürzen. Die Profi Karten sind speziell für unsere Bedürfnisse entwickelt worden, und wenn ich schon mit einer Profi Software arbeite, dann sollte man auch die entsprechende Grafikkarte verwenden. Bevor jemand die nach den Autodesk Spezifikationen, und auch getesteten, möglichen  NVS Karten von Nvidia sucht, hier gleich die Begründung, weshalb ich sie für ungeeignet halte. Sowohl die NVS290 wie die auch getestete NVS440 arbeiten mit lediglich 256MB Speicher, und das auch noch mit dem langsamen DDR2 (DDR) Speicher. Da ist der Arbeitsspeicher heute schon schneller (DDR3).
Anhand von NVIDIA versuche ich eine grobe Klassifizierung vorzunehmen. NVIDIA teilt seine Karten in 4 Kategorien ein: Einstiegsprodukte, Midrange, HighEnd und Ultra High End Karten.
Im Einstiegsbereich stehen uns schon seit längerem die FX380 und FX580 zur Verfügung. Erstere besitzt auch nur 256MB Speicher und entspricht somit auch nicht meinen Kriterien. Bleibt für den Einstiegsbereich nur noch die FX580 mit 512MB Speicher und einem Preis von ca. 160,00 €. Das sollte jedoch das untere Level für Revit darstellen. Wem das dennoch ausreicht, sollte sich die neue FX600 anschauen. Diese ist zwar von Autodesk für WIN7 noch nicht getestet, hat aber gegenüber der FX580 den doppelten Speicher, für nur 30,00€ Aufpreis.
Wer auch bei größeren Projekten ruckelfrei und zügig arbeiten möchte, sollte in den Midrange Bereich einsteigen. Aktuell gibt es hier nur die FX1800. Mit einem Preis von ca. 400,00€ ist sie natürlich um einiges teurer als die Einstiegskarten, decken aber das Arbeiten an Modellen gerade im Structure Bereich gut ab. Wie bei NVIDIA mittlerweile üblich, besitzen die Karten im oberen Preissegment meist 2 Display Port und 1 DVI-I Anschluss. Auch die FX1800 ist ein Auslaufmodell. In Kürze wird es die Quadro 2000 geben. Mit ca. 70,00€ Aufpreis hat sie mehr Speicher, und dürfte auch für die nächsten Revit Versionen gut gerüstet sein (Direkt X11).
Wer noch größere Performance sucht, oder vielleicht mit sehr großen Modellen arbeitet, sollte dann auf die High End Karten ausweichen. Aktuell haben wir hier die FX3800 und FX4800. Während man für die FX3800 ca, 700,00€ bezahlen muss, sind es für die FX4800 immerhin schon ca. 1500,00€. Auch hier gilt wieder auf die neue Quadro 4000 zu warten. Mit einem Preis von ca. 800,00€, und fast der Leistung einer FX4800 lohnt sich dies sicherlich.
Das sollte es an einer kurzen Zusammenstellung gewesen sein. Fazit ist aus meiner Sicht, unter einer Midrange Karte würde ich eines neues System nicht aufsetzen. Das bedeutet im Falle von NVIDIA eine Quadro FX1800, bzw. insofern Verfügbar eine Quadro 2000. Bei einem Preis von 400,00 bzw. 470,00 € sicherlich keine leichte Entscheidung.
Damit dürfte auch klar sein, das ein PC aus dem Konsumer Markt nicht mehr in Frage kommt.
Grundsätzlich möchte ich aber hier betonen, das Revit sicherlich auch auf weniger betagter Hardware läuft. In diesen Posts geht es aber mehr darum, mit welcher Hardware kann ich relativ störungsfrei unter Revit arbeiten. Dazu gehört eben auch, das mir das Programm nicht immer wieder abstürzt.

Im nächsten Post wird es um den Prozessor gehen.

12. November 2010

Revit LT - Autodesk Project Vasari

Wie heute auf den englisch sprachigen Blogs Autodesk-Revit und
Revit OpEd zu lesen war, wird wohl Anfang nächster Woche auf
Autodesk Labs eine Technology Preview von
Autodesk Project Vasari erscheinen.

Doch was ist Vasari?
Nach den ersten Informationen könnte man von einem Revit Lite
sprechen.Vasari dient in erster Linie als Entwurfsmodellierer.
Besitz die gleichen Möglichkeiten wie die Komplettpakete von Revit
im Bereich des Modellierens. Geometrische und parametrische Funktionen sind ebenso enthalten.
Der Rest wurde weggelassen.
Vasari benutz das gleiche Dateiformat wie Revit, und ist somit voll kompatibel.
Gedacht ist es wohl als Art Entwurfstool für Architekten. Vielleicht vergleichbar mit SketchUp oder Rhino.
Neugierige finden auf den oben genannten Blogs weiter Info's, Videos und Screenshots.
Mehr dazu wenn die Preview erhältlich ist.

8. November 2010

Start der Autodesk Ingenieurbautage

Wie ich schon am 11.Oktober berichtet habe, finden im November
und Januar die Autodesk Ingenieurbautage in verschiedenen Städten im DACH-Raum statt.

Auf folgenden Veranstaltungen werde auch ich einen Vortrag zu Revit Structure halten:

  • 10.11.2010 in Berlin
  • 16.11.2010 in Essen
  • 25.01.2011 in Hannover
Wer schon immer wissen wollte, wie man Revit in einem kleinem Büro erfolgreich einsetzt, sollte sich noch schnell anmelden. Über viele Fragen zu meinem Vortrag und mehr, würde ich mehr sehr freuen.
Ein paar Geschichten von den Veranstaltungen gibt es dann in den nächsten Blogbeiträgen.

7. November 2010

Revit Hardware

Früher oder später wird sich jeder mit dem Thema Revit und Hardware beschäftigen (müssen).
Der erste Blick gilt den Systemvoraussetzungen des Herstellers.
Hier kann man in etwa lesen, welche Hardware ein vernünftiges arbeiten ermöglicht.
Für mich persönlich war das aber nicht ausreichend. Viele Fragen blieben unbeantwortet.

  • Welche Grafikkarte muss es sein? Muss es eine aus dem High-, Mid- oder Low-End Bereich sein?
  • Welcher Prozessor mit welcher Taktung? Reicht ein Core, oder muss es ein Xeon sein?
  • Wie viel Arbeitsspeicher brauch ich wirklich?
  • Muss es ein 32bit oder 64bit Betriebssystem sein?
  • Welcher Monitor kommt in Frage? Reicht einer, oder doch zwei? Welche Auflösung? Welche Größe?
  • Was muss ich noch beachten?
Wie so oft bei einem so heiklen Thema wie Hardwareanforderung, war die Recherche sehr mühsam. 
So recht wusste keiner mir all diese Fragen zu beantworten. Zu unterschiedlich sind auch die einzelnen 
Anforderungen, um dieser Thematik gerecht zu werden. 
Trotzdem habe ich mich dazu entschlossen meine Erfahrungen zu diesem Thema hier weiterzugeben.
Ich will hier keine Empfehlung für eine bestimmte Hardware geben, noch eine Rezension für irgendein Produkt/Firma schreiben. Diese Blogbeiträge sind lediglich meine Erfahrungen, und die Ergebnisse meiner Recherchen der letzten zwei Jahre. Damit sollte aber jeder in der Lage sein, eine für ihn vernünftige Entscheidung zu treffen, mit der er auch Leben kann. Letztlich ersetzt es auch nicht die Beratung in einem Fachgeschäft. Das setzt aber voraus, das ich die Anforderungen die aus der Software heraus kommen, auch genau kenne. 
Hier reichen die Angaben des Herstellers nicht aus. Diese Lücke versuche ich hier zu schließen.
In loser Folge werde ich in den nächsten Beiträgen die einzelnen Fragen beantworten.
Auch wenn ich im einzelnen auf spezifische Hardwareteile eingehe, beachtet aber bitte auch, das System im Ganzen muss zuallererst funktionieren. 
Deshalb ein Hinweis schon heute. Mit einem Rechner aus den Billigmärkten, wird man in der Regel keine Freude haben. Hier bleibt nur der Weg zu einem der Fachhändler für CAD Workstations.
Eine Faustregel sollte man auch noch beachten. Hardware ist nach zwei Jahren veraltet. Nach drei sollte sie eigentlich ausgetauscht werden. Das gilt zumindest im CAD/BIM Bereich. 
Bei all den technischen Betrachtung sollten wir aber immer auch eines nicht aus den Augen verlieren. Sicherlich ist die ein oder andere Hardwarekomponente auch noch ausreichend. Bedient wird die Hardware aber immer noch von Anwendern. Das ein oder andere Hardware Schmankerl erleichtert auch die Arbeit an diesen komplexen Systemen. Die Folgekosten für schlecht ausgestattete CAD Arbeitsplätze sind weit aus größer. Da ich CAD, und damit auch die veränderte Arbeitsplatzsituation, schon seit fast zwanzig Jahren am eigenen Körper erfahren habe, kann ich nur jedem empfehlen, diese Thematik nicht zu weit von sich zu schieben. Ein kurzer Blick in die Bildschirmarbeitsplatzverordnung hilft hier sicherlich.
Im nächsten Beitrag geht es um einen der wichtigsten (und teuersten) Hardwarekomponenten, der Grafikkarte.